Willkommen auf der Website der Gemeinde Mels



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
Landschaft Gemeinde Mels
  • Druck Version
  • PDF

Druckleitung in Plons: das Handelsgericht wurde eingeschaltet

Aufgrund der schadhaften Druckleitung ist das Kraftwerk Plons abgeschaltet. Das EW Mels unternahm grosse Anstrengungen, um die Ursache zu eruieren und um den Schaden möglichst gering zu halten. Nun musste es aber das Handelsgericht einschalten, damit es im Hinblick auf die Schadensbehebung endlich vorwärtsgeht.

Das Kraftwerk Chapfensee-Plons musste am 14. Dezember 2021 abgeschaltet werden, weil bei der neu verlegten Druckleitung zwischen dem Chapfensee und dem Kraftwerk Plons ein Wasseraustritt festgestellt wurde. Das EW Mels liess zur Schadensbegrenzung sofort durch ausgewiesene Fachleute die Schadensursache eruieren. Dabei zeigte sich, und das freigelegte Rohr machte es deutlich, dass es sich um einen grösseren Schaden handeln musste, der nicht auf die Schnelle repariert werden konnte. Die Prüfung sämtlicher Rohre mittels Ultraschallmessung brachte zusätzliche schadhafte Stellen zum Vorschein. Das EW Mels liess weiter klären, ob die Geologie als Schadensursache in Betracht gezogen werden muss. Dies wurde vom beauftragten Geologen verneint. Darauf liess es unverzüglich Vorschläge für eine mögliche Sanierung der Leitung ausarbeiten.

Nachbesserungsrecht wird geltend gemacht, jedoch nicht umgesetzt
Rechtlich stünde den Parteien, die für den Schaden verantwortlich gemacht werden, ein Nachbesserungsrecht zu. Wie weit das zuständige Ingenieurbüro belangt werden muss und wie weit die Bauunternehmung, welche die Druckleitung auf der Grundlage eines Werkvertrages realisiert hatte, ist offen. Beide machen jedenfalls ihr Nachbesserungsrecht geltend – sind sich indessen nicht einig, wer welche Verantwortung trägt und zeigen nicht auf, wie sie die Nachbesserung umsetzen wollen. Somit ist auch nach bald einmal einem Dreivierteljahr keine Lösung absehbar. Hingegen laufen beim EW Mels die Schadenskosten auch aufgrund der Produktionsausfälle und des notwendigen Kaufs teurer Ersatzenergie ständig auf.

Handelsgericht soll Klarheit schaffen
Das EW Mels leitete vor Handelsgericht St. Gallen ein Verfahren zur vorsorglichen Beweissicherung ein. Dabei geht es darum, den heutigen Zustand, die Ursachen des Schadens und die mögliche Sanierung mittels gerichtlichem Gutachten festzustellen.
"Nach den umfassenden Abklärungen, die das EW Mels als Geschädigte von ausgewiesenen Fachspezialisten tätigen liess, ist die Haltung der betroffenen Unternehmen nur schwer verständlich – insbesondere wenn man weiss, dass hier der Schaden stetig grösser wird und die Zeit viel Geld kostet, sehr viel Geld", so Thomas Good, Leiter des Ressorts Bildung, EW Mels. Er meint weiter: "Weil die verschiedenen Gespräche bisher keine wesentlichen Fortschritte brachten, musste das Handelsgericht eingeschaltet werden. Wir möchten so schnell wie möglich mit dem Kraftwerk Plons wieder Strom produzieren – dazu brauchen wir eine Druckleitung, die funktioniert. Wir erhoffen uns, dass der nun eingeschlagene Weg über das Handelsgericht schnellstmöglich Klarheit schaffen wird."



Datum der Neuigkeit 17. Aug. 2022