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Rechnung 2021 der Gemeinde Mels schliesst erfreulich ab

Das operative Ergebnis 2021 der Gemeinde Mels schliesst bei seit 13 Jahren gleich gebliebenem Steuerfuss erfreulich mit einem Überschuss von rund 3,15 Millionen Franken ab. Davon sollen 2,1 Millionen Franken der Ausgleichsreserve zugewiesen werden. Somit verbleibt ein Ertragsüberschuss von 1,05 Millionen Franken, der dem Eigenkapital zugeschlagen werden soll. Das Elektrizitäts- und Wasserwerk schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 4,29 Millionen Franken ab. 890'000 Franken davon fliessen dem Gemeindehaushalt zu.

Am 11. Mai 2022, 19:00 Uhr, wird die Melser Stimmbürgerschaft im Löwensaal des Verrucano Mels über die Rechnung 2021 von Gemeindehaushalt sowie Elektrizitäts- und Wasserwerk zu befinden haben. Der Gemeinderat Mels beantragt die Genehmigung der Rechnungen des Steuerhaushalts, der Spezialfinanzierungen und des EW Mels sowie die Zuweisung des Ertragsüberschusses von 1‘050'253.40 Franken dem Eigenkapital der Gemeinde Mels. Mehrerträge wie auch diverse Minderaufwendungen führten zu diesem schönen Ertragsüberschuss:

Steuereinnahmen steigen weiter

Nebst weiterhin hohen Einnahmen bei den Grundbuchgebühren (+311'000 Franken) sowie bei den Gemeindesteuern und Anteilen an Staatssteuern (+ 1,7 Millionen Franken) entstanden 2021 insbesondere bei der Restkostenfinanzierung Pflege wie im Bildungs- und Sozialbereich wesentliche Minderaufwendungen: Die budgetierten 20 Millionen Franken Bruttokosten im Bereich Schule wurden um rund 440'000 Franken unterschritten. Allein rund 140'000 Franken resultieren aus nicht durchgeführten Klassenlagern und aus der Sportwoche. Bei den Fördernden Massnahmen waren 100'000 Franken weniger erforderlich.

Minderaufwendungen im Sozialbereich

Die Kosten im Sozialbereich sind schwierig zu budgetieren, entsprechend vorsichtig geschieht dies jeweils. Minderaufwendungen entstanden bei der Restfinanzierung Pflege im Umfang von 493'000 Franken. Bei der finanziellen Sozialhilfe, im Asyl- und Flüchtlingswesen, mussten netto 280'000 Franken weniger aufgewendet werden. Hingegen sind die Kosten der Spitex weiterhin hoch und liegen um 260'000 Franken über dem Budget.

Für den baulichen Strassenunterhalt sind es 231'000 Franken weniger als budgetiert. Hingegen führte der überdurchschnittlich starke Winter zu Mehrkosten von 350'000 Franken. Bei den Gewässerverbauungen entstanden aufgrund des unterdurchschnittlich tiefen allgemeinen Unterhalts Minderkosten.

Mindererträge beim Wasserzins

Mindererträge von 119'000 Franken entstanden beim Wasserzins aufgrund einer periodischen Überprüfung, die eine veränderte wasserzinsrelevante Bruttoleistung auswies.

Die Zinseinnahmen reduzierten sich um 126'000 Franken. Mehrheitlich handelt es sich dabei um interne Kontokorrentzinsen.

Gute Ausgangslage für die anstehenden Investitionen

Das erneut gute Ergebnis ist im Hinblick auf die anstehenden Investitionen insbesondere in den Bereichen Schule und Naturgefahren wertvoll. Im 2021 konnten die Nettoinvestitionen von 6,54 Millionen Franken zu rund 50 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Grundgebühr Kehricht muss erhöht werden

Bei den Spezialfinanzierungen sind die Betriebskosten der beiden ARAs tiefer als budgetiert ausgefallen. Auf der Einnahmenseite wirkt sich auch das Konto Auflösung passivierter Anschlussbeiträge positiv aus: Gut 335'000 Franken konnten in die Spezialfinanzierung eingelegt werden.

Bei der Spezialfinanzierung Abfall betrug die Unterdeckung 6'800 Franken. Der Unterhalt konnte nicht wie geplant ausgeführt werden, sonst wäre die Unterdeckung höher ausgefallen. Mit dem budgetierten Defizit 2022 wird die Spezialfinanzierung Abfall Ende 2022 noch einen Saldo von rund 73'000 Franken aufweisen. Deshalb ist eine Erhöhung der Grundgebühr Kehricht unausweichlich.

Hohes Betriebsdefizit im Altersheim

Das Altersheim Mels weist einen Aufwandüberschuss von 1,12 Millionen Franken aus. Damit liegt die Spezialfinanzierung Altersheim per Ende 2021 mit 775'000 Franken im Minus.

Ein wesentlicher Einfluss hatte der Wegfall von Pflegeerträgen aufgrund einer tiefen Bettenauslastung. Wegen coronabedingter Ausfälle musste zudem teils temporär Personal rekrutiert werden, damit die ordentliche Pflege der Bewohner gewährleistet werden konnte.

EW Mels mit deutlichem Mehrertrag

Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Mels schliesst das Jahr 2021 mit einem Gewinn von 4,293 Millionen Franken und Nettoinvestitionen von 1,5 Millionen Franken ab. Die Besserstellung gegenüber dem Budget ist unter anderem auf einen höheren Stromverkauf von 630'000 Franken sowie auf eine höhere kostendeckende Einspeisevergütung (KEV-Gelder) von rund 612'000 Franken zurückzuführen.

Das Kraftwerk Stoffel arbeitet weiterhin sehr erfolgreich. Deshalb mussten die Aktien der Kraftwerk Stoffel AG um CHF 350'000 aufgewertet werden.

Der Wasserverkauf lag leicht über Budget. Aus dem Verkauf von Altkupfer aus Rückbauten und Abbrüchen wurde ein Ertrag von rund 170'000 Franken realisiert. Die Abschreibungen lagen gut 230'000 Franken über Budget, was dem Wert aus dem Jahr 2020 entspricht.

EW Mels liefert Zustupf in die Gemeindekasse

Die Erneuerungsreserven und die stillen Reserven des EW Mels werden zu Gunsten des Gemeindehaushaltes verzinst, was im 2021 einen Betrag von 638‘880 Franken ausmachte. Dieser Wert kommt vollständig dem Steuerhaushalt der Gemeinde zu Gute. Zusätzlich wurden vom Gewinn 250‘000 Franken dem Gemeindehaushalt abgeliefert. Somit fliessen aus dem EW Mels im 2021 knapp 890'000 Franken in den Gemeindehaushalt.

Amortisieren, um gute Ausgangslage zu haben für die Zukunft

Das Eigenkapital der Gemeinde Mels konnte durch die Gewinne weiter gestärkt werden. Das Fremdkapital weist per 31.12.2021 mit 58,595 Millionen Franken einen hohen Wert aus. Deshalb ist es wichtig, dass die Finanzverbindlichkeiten sukzessive amortisiert werden.

Mels, 30. März 2022



Datum der Neuigkeit 1. Apr. 2022